Dr. Helmuth Obermoser

Menü

EKG - Untersuchung

EKG

Bei der Elektrokardiographie (EKG) werden die elektrischen Aktivitäten des Herzens abgeleitet und in Form von Kurven im Elektrokardiogramm (auch EKG) aufgezeichnet. Im Herzen entsteht bei jedem Schlag ein schwacher Strom mit einer Spannung von etwa einem Tausendstel Volt. Das EKG ist damit Ausdruck des Verlaufes der Herzerregung.

Wozu benötigt man ein EKG?

Der Arzt erhält durch das Elektrokardiogramm Auskunft über:

  • Herzrhythmus und Herzfrequenz
  • Störungen der Erregungsbildung, -ausbreitung und -rückbildung im Erregungsleitungssystem sowie in der Herzmuskulatur
  • Lagetyp des Herzens im Brustkorb: Dieser wird durch die Hauptrichtung der Erregungsausbreitung des Herzens im EKG ermittelt.

Durch Kurven-Veränderungen im EKG kann Folgendes erfasst werden:

  • Herzinfarkt: Bei einem Infarkt werden Herzmuskelzellen zerstört. In diesem zerstörten Bereich kann folglich keine Erregung mehr stattfinden, was zu typischen Signalen im EKG führt.
  • Erkrankungen der Herzkranzgefäße: Durch geringere Durchblutung eines bestimmten Muskelareals kommen Störungen im Bereich der Erregungsrückbildung zustande.
  • Überdosierung bestimmter Medikamente
  • Mangel oder Überfluss bestimmter Mineralstoffe: Einige der Mineralstoffe nehmen Einfluss auf die Reizleitung.
  • Vorhofflimmern oder -flattern und Kammerflimmern oder -flattern
  • Zu langsamer Herzschlag (Bradykardie) bei Erkrankungen des Sinusknotens oder AV-Knotens
  • Herzmuskel-Entzündung (Myokarditis)
  • Herzbeutel-Entzündung (Perikarditis)

Auch Behandlung und Verlauf verschiedener Herzerkrankungen werden oft mittels EKG kontrolliert.